{"id":158950,"date":"2026-10-05T12:37:48","date_gmt":"2026-10-05T12:37:48","guid":{"rendered":"https:\/\/barc.com\/?p=158950"},"modified":"2026-10-05T12:40:13","modified_gmt":"2026-10-05T12:40:13","slug":"business-case-planungssoftware","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/barc.com\/de\/business-case-planungssoftware\/","title":{"rendered":"Vom Nutzen zum Business Case: Wie sich die Investition in Planungssoftware begr\u00fcnden l\u00e4sst"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Nutzen von Planungssoftware zeigt sich im Arbeitsalltag: Werden Forecasts schneller, Annahmen transparenter und Ergebnisse verl\u00e4sslicher? Die BARC Studie <a href=\"https:\/\/barc.com\/de\/produkt\/planning-survey\/\">The Planning Survey 26<\/a> liefert einen ersten Hinweis: 87 Prozent der Anwender spezialisierter Planungssoftware w\u00fcrden ihre L\u00f6sung wahrscheinlich oder definitiv einem vergleichbaren Unternehmen empfehlen. Nutzen Unternehmen Excel als zentrales Planungswerkzeug, sind es 41 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutlich h\u00f6here Empfehlungsbereitschaft zeigt, dass Anwender spezialisierte L\u00f6sungen im Planungskontext positiver bewerten. F\u00fcr eine Investitionsentscheidung reicht dieser Befund nicht aus. Unternehmen m\u00fcssen vorab darlegen, welche Verbesserungen eine neue L\u00f6sung im eigenen Planungsprozess erreichen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Aufgabe \u00fcbernimmt der Business Case. Er \u00fcbersetzt erwartete Verbesserungen wie h\u00f6here Transparenz, schnellere Forecasts, bessere Planungsqualit\u00e4t und weniger manuelle Arbeit in messbare Ziele. Zugleich erfasst er die vollst\u00e4ndigen Kosten, die Voraussetzungen f\u00fcr die Umsetzung und die Risiken. Eine Frage darf dabei nicht fehlen: Welche F\u00e4higkeiten liefert die Software, und welche muss die Organisation selbst aufbauen? So entsteht eine nachvollziehbare Grundlage f\u00fcr die Investitionsentscheidung und die sp\u00e4tere Erfolgskontrolle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Hauptnutzen liegt nicht in kurzfristigen Kostensenkungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ergebnisse von <a href=\"https:\/\/barc.com\/de\/produkt\/planning-survey\/\">The Planning Survey 26<\/a> ergeben ein klares Muster. Spezialisierte Planungssoftware erzielt ihren h\u00f6chsten Nutzen bei Transparenz und Nachvollziehbarkeit, pr\u00e4ziserer Planung, besserer Qualit\u00e4t der Planungsergebnisse und h\u00e4ufigeren Planungszyklen. Kostensenkungen und eingesparte Stellen liegen dagegen am unteren Ende des Business Benefits Index (BBI).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Befund ist f\u00fcr den Business Case relevant. Wer fast ausschlie\u00dflich Lizenzkosten, Personalkosten oder kurzfristige Einsparungen betrachtet, erfasst den wirtschaftlichen Nutzen einer Planungsl\u00f6sung nur teilweise. H\u00e4ufig entsteht der gr\u00f6\u00dfere Effekt, wenn Entscheider schneller auf aktuelle Informationen zugreifen, Annahmen nachvollziehen und Handlungsoptionen verl\u00e4sslich vergleichen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der Vergleich mit Excel verdeutlicht die Gr\u00f6\u00dfenordnung. Auf der Skala des Business Benefits Index erreicht spezialisierte Planungssoftware bei Transparenz und Nachvollziehbarkeit einen Wert von 8,4, Excel 4,7. Bei der Qualit\u00e4t der Planungsergebnisse stehen 7,7 gegen\u00fcber 4,1, bei der Planungsfrequenz 7,5 gegen\u00fcber 4,0. Die Werte zeigen deutliche Unterschiede beim erreichten Planungsnutzen. Sie belegen keine Kausalit\u00e4t und ersetzen keine unternehmensspezifische Wirtschaftlichkeitsrechnung, bieten aber eine fundierte Orientierung f\u00fcr die Auswahl geeigneter Nutzenfelder.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"901\" src=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Erreichter-Nutzen-mit-spezialisierter-Planungssoftware-1024x901.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-158951\" srcset=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Erreichter-Nutzen-mit-spezialisierter-Planungssoftware-1024x901.png 1024w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Erreichter-Nutzen-mit-spezialisierter-Planungssoftware-300x264.png 300w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Erreichter-Nutzen-mit-spezialisierter-Planungssoftware-768x676.png 768w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Erreichter-Nutzen-mit-spezialisierter-Planungssoftware-600x528.png 600w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Erreichter-Nutzen-mit-spezialisierter-Planungssoftware.png 1330w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 1: Erreichter Nutzen mit spezialisierter Planungssoftware (n=530) und Excel (n=46), Skala 0 bis 10. Quelle: BARC, The Planning Survey 26<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studie f\u00fchrt diese Unterschiede nicht allein auf Funktionslisten zur\u00fcck. Spezialisierte Planungssoftware verbindet Ist-Daten, Planwerte und Forecasts in einem zentralen Datenmodell. Gemeinsame Planst\u00e4nde und klar gesteuerte Workflows k\u00f6nnen dadurch Transparenz, Qualit\u00e4t und Planungsfrequenz verbessern. Der nahezu identische BBI-Wert bei der Kostensenkung ist ein wichtiges Korrektiv: Wer die Investition fast ausschlie\u00dflich mit kurzfristigen Einsparungen begr\u00fcndet, setzt den falschen Ma\u00dfstab. Der Business Case sollte vielmehr zeigen, wie die neue Architektur schnellere und besser abgesicherte Steuerungsentscheidungen unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcnf Nutzenfelder bilden den Kern des Business Case<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein \u00fcberzeugender Business Case verbindet finanzielle und operative Effekte. Daf\u00fcr empfiehlt sich eine Struktur aus f\u00fcnf Nutzenfeldern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Weniger Aufwand im Planungsprozess<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Nutzenfeld erfasst Verbesserungen, die den Aufwand f\u00fcr wiederkehrende Planungst\u00e4tigkeiten verringern. Dazu z\u00e4hlen die automatisierte Daten\u00fcbernahme, weniger manuelle Abstimmungen, eine zentrale Verwaltung von Annahmen und Versionen sowie eine schnellere Konsolidierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Messbare Gr\u00f6\u00dfen sind beispielsweise:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Arbeitsstunden f\u00fcr Datensammlung, Bereinigung und Konsolidierung<\/li>\n\n\n\n<li>Dauer eines Budget- oder Forecast-Zyklus<\/li>\n\n\n\n<li>Zahl der manuellen \u00dcbergaben zwischen Systemen und Dateien<\/li>\n\n\n\n<li>Zahl der notwendigen Korrektur- und Abstimmungsschleifen<\/li>\n\n\n\n<li>Aufwand f\u00fcr das Erstellen standardisierter Berichte und Analysen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Bewertung sollten Unternehmen zwischen eingesparter Zeit und tats\u00e4chlich realisierbarem wirtschaftlichem Nutzen unterscheiden. Frei werdende Kapazit\u00e4t zahlt sich dann aus, wenn Planer sie f\u00fcr Analysen, Szenarien, Beratung des Managements oder andere Aufgaben mit h\u00f6herer Wertsch\u00f6pfung einsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Qualit\u00e4t, Transparenz und Entscheidungsgeschwindigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele der wichtigsten Effekte lassen sich nicht direkt als Kostenposition verbuchen, beeinflussen aber die Qualit\u00e4t der Unternehmenssteuerung. Eine integrierte Planungsl\u00f6sung kann Annahmen, Verantwortlichkeiten und \u00c4nderungen nachvollziehbar machen. Sie kann Ist-Daten, Planwerte und Forecasts konsistent verbinden und die Auswirkungen neuer Annahmen schneller sichtbar machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geeignete Kennzahlen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zeit vom Eintreten eines Ereignisses bis zum aktualisierten Forecast<\/li>\n\n\n\n<li>Anteil der Planungsschritte mit dokumentierten Annahmen und Verantwortlichkeiten<\/li>\n\n\n\n<li>Zahl und Bearbeitungsdauer von Daten- oder Versionskonflikten<\/li>\n\n\n\n<li>Zeit f\u00fcr die Erstellung und Bewertung eines Szenarios<\/li>\n\n\n\n<li>Anteil der Managemententscheidungen, die auf einem aktuellen Forecast basieren<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Gr\u00f6\u00dfen machen den qualitativen Nutzen \u00fcberpr\u00fcfbar. Sie zeigen, ob die Organisation schneller zu belastbaren Aussagen kommt und ob Entscheidungsvorlagen konsistenter werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Integration und Skalierbarkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Planungsprozesse wachsen und reifen meist \u00fcber Jahre. Weitere Gesellschaften, Fachbereiche, Datenquellen, Nutzer, Szenarien und ein h\u00f6herer Detailgrad erh\u00f6hen die Komplexit\u00e4t. Der Business Case sollte deshalb bewerten, wie viel zus\u00e4tzlichen Aufwand die heutige Architektur bei weiterem Wachstum erzeugt und welche Skaleneffekte eine neue L\u00f6sung erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Relevant sind unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zahl der integrierten operativen und finanziellen Teilpl\u00e4ne<\/li>\n\n\n\n<li>Aufwand f\u00fcr das Anbinden und Pflegen von Datenquellen<\/li>\n\n\n\n<li>Zahl der Nutzer, Gesellschaften und Planungseinheiten<\/li>\n\n\n\n<li>Performance bei steigenden Datenmengen und h\u00f6herem Detailgrad<\/li>\n\n\n\n<li>Zeit f\u00fcr die Aufnahme eines neuen Planungsfalls<\/li>\n\n\n\n<li>Grad der Integration von strategischer, finanzieller und operativer Planung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Nutzen entsteht hier durch eine Plattform, die zus\u00e4tzliche Anforderungen tr\u00e4gt, ohne dass Prozesse, Schnittstellen und Modelle jedes Mal grundlegend neu gebaut werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Risiko und Governance<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manuelle \u00dcbertragungen, lokale Dateien und unklare Versionen verursachen Risiken, die in klassischen Wirtschaftlichkeitsrechnungen h\u00e4ufig fehlen. Dazu geh\u00f6ren fehlerhafte Planwerte, versp\u00e4tete Entscheidungen, Abh\u00e4ngigkeit von einzelnen Mitarbeitern und fehlende Nachvollziehbarkeit bei Freigaben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Risiken lassen sich \u00fcber konkrete Ereignisse und Aufw\u00e4nde bewerten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>H\u00e4ufigkeit und Aufwand der Fehlerkorrektur<\/li>\n\n\n\n<li>Zahl kritischer Dateien oder Modelle ohne klare Verantwortlichkeit<\/li>\n\n\n\n<li>Aufwand f\u00fcr Freigaben, Dokumentation und Pr\u00fcfung<\/li>\n\n\n\n<li>Ausfallrisiko bei personengebundenem Wissen<\/li>\n\n\n\n<li>Kosten und Folgen versp\u00e4teter oder fehlerhafter Steuerungsentscheidungen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bewertung sollte konservativ bleiben. Ein nachvollziehbar gewichtetes Risikoszenario ist \u00fcberzeugender als eine hohe, kaum belegbare Schadenssumme.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">5. Strategische Handlungsf\u00e4higkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moderne Planungssoftware unterst\u00fctzt h\u00e4ufig zus\u00e4tzliche Anwendungsf\u00e4lle wie rollierende Forecasts, Simulationen, Szenarioanalysen oder KI-gest\u00fctzte Prognosen. Diese F\u00e4higkeiten geh\u00f6ren nur dann in den Business Case, wenn Prozesse, Daten und Verantwortlichkeiten ihre Nutzung tats\u00e4chlich erlauben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wert kann sich beispielsweise darin zeigen, dass das Unternehmen mehr Szenarien in k\u00fcrzerer Zeit bewertet, externe Treiber systematisch ber\u00fccksichtigt oder strategische und operative Planung enger verbindet. Solche Effekte st\u00e4rken die Reaktionsf\u00e4higkeit in volatilen M\u00e4rkten. Auch sie ben\u00f6tigen konkrete Zielgr\u00f6\u00dfen, einen verantwortlichen Fachbereich und einen realistischen Einf\u00fchrungsplan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Szenarioplanung und KI gilt: Eine Produktfunktion ist noch kein realisierter Nutzen. Aussagekr\u00e4ftige Simulationen setzen integrierte Teilpl\u00e4ne und ein belastbares Treibermodell voraus. KI-gest\u00fctzte Forecasts ben\u00f6tigen verl\u00e4ssliche und historisch konsistente Daten, klare Verantwortlichkeiten und methodische Kompetenz im Finance-Team. Der Business Case sollte diese Voraussetzungen als eigene Arbeitspakete, Kosten und Risiken abbilden. Die Reihenfolge lautet: Daten- und Integrationsbasis stabilisieren, Treiberlogik und Prozesse aufbauen, dann automatisieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vom erwarteten Nutzen zur belastbaren Rechnung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr jedes Nutzenfeld folgt der Business Case derselben Logik:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ausgangslage erfassen:<\/strong> Wie lange dauert der Prozess heute, welcher Aufwand entsteht und wo treten Fehler oder Verz\u00f6gerungen auf?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zielwert definieren:<\/strong> Welche messbare Verbesserung soll die neue L\u00f6sung innerhalb eines festgelegten Zeitraums erreichen?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wirkungszusammenhang beschreiben:<\/strong> Welche Funktion, Prozess\u00e4nderung oder organisatorische Ma\u00dfnahme f\u00fchrt zur Verbesserung?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nutzen bewerten:<\/strong> Welche Zeit, welche Kosten oder welches Risiko lassen sich realistisch reduzieren?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verantwortung zuordnen:<\/strong> Wer misst den Effekt und stellt sicher, dass die geplante Ver\u00e4nderung umgesetzt wird?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Rechnung sollte mindestens ein konservatives, ein realistisches und ein ambitioniertes Szenario enthalten. Dadurch wird sichtbar, welche Annahmen den gr\u00f6\u00dften Einfluss auf das Ergebnis haben. Besonders sensible Annahmen, etwa die tats\u00e4chliche Nutzung der L\u00f6sung oder der Umfang eingesparter Arbeitszeit, sollten separat ausgewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Kosten vollst\u00e4ndig erfassen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Planungsplattform verursacht weit mehr als Lizenzkosten. Ein vollst\u00e4ndiger Business Case ber\u00fccksichtigt die gesamten Kosten \u00fcber den gew\u00e4hlten Betrachtungszeitraum:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Softwarelizenzen und nutzungsabh\u00e4ngige Geb\u00fchren<\/li>\n\n\n\n<li>Implementierung und fachliche Konzeption<\/li>\n\n\n\n<li>Datenintegration, Migration und Modellaufbau<\/li>\n\n\n\n<li>interner Aufwand von Finance, IT und Fachbereichen<\/li>\n\n\n\n<li>Tests, Schulung und Change Management<\/li>\n\n\n\n<li>Betrieb, Support und Weiterentwicklung<\/li>\n\n\n\n<li>m\u00f6gliche Parallelkosten w\u00e4hrend der \u00dcbergangsphase<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dieser Basis lassen sich Total Cost of Ownership, j\u00e4hrlicher Nettonutzen, Amortisationsdauer und Return on Investment berechnen. Kosten und Nutzen m\u00fcssen sich dabei auf denselben Zeitraum und dieselben Annahmen beziehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Softwareauswahl muss den Business Case validieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach seiner Freigabe sollte der Business Case zum Bewertungsrahmen f\u00fcr die Softwareauswahl werden. In The Planning Survey 26 gaben 76 Prozent der Befragten an, vor dem Kauf eine formale Wettbewerbsbewertung durchgef\u00fchrt zu haben. In der produktbezogenen Auswertung f\u00fcr Excel liegt dieser Anteil bei 13 Prozent; 72 Prozent der Excel-Anwender nutzen das Werkzeug, ohne es formal bewertet zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist mehr als eine Beschaffungsfrage. Wenn Anforderungen nicht priorisiert und unter realistischen Bedingungen getestet werden, zeigen sich Probleme bei Performance, Bedienbarkeit, Funktionsabdeckung oder Datenvolumen erst im produktiven Betrieb. Dann verz\u00f6gern sie die Nutzenrealisierung und erh\u00f6hen die Gesamtkosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine belastbare Auswahl sollte daher:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>fachlich-funktionale, technische und wirtschaftliche Anforderungen aus dem Business Case ableiten und priorisieren<\/li>\n\n\n\n<li>mehrere Kandidaten anhand derselben Kriterien und Testszenarien vergleichen<\/li>\n\n\n\n<li>einen Proof of Concept mit eigenen Daten, eigenen Use Cases, realistischen Datenmengen und den sp\u00e4teren Anwendern durchf\u00fchren<\/li>\n\n\n\n<li>Bedienbarkeit, Performance, Integration und Skalierbarkeit h\u00f6her gewichten als m\u00f6glichst viele neue Funktionen<\/li>\n\n\n\n<li>pr\u00fcfen, ob die geplanten Nutzenkennzahlen mit der jeweiligen L\u00f6sung tats\u00e4chlich messbar und erreichbar sind<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Verlaesslichkeit-und-Aufwand-verschiedener-Methoden-der-Softwareauswahl-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-158953\" srcset=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Verlaesslichkeit-und-Aufwand-verschiedener-Methoden-der-Softwareauswahl-1024x576.png 1024w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Verlaesslichkeit-und-Aufwand-verschiedener-Methoden-der-Softwareauswahl-300x169.png 300w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Verlaesslichkeit-und-Aufwand-verschiedener-Methoden-der-Softwareauswahl-768x432.png 768w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Verlaesslichkeit-und-Aufwand-verschiedener-Methoden-der-Softwareauswahl-600x338.png 600w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Verlaesslichkeit-und-Aufwand-verschiedener-Methoden-der-Softwareauswahl.png 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abbildung 2: Verl\u00e4sslichkeit und Aufwand verschiedener Methoden der Softwareauswahl. Quelle: BARC<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So wird der Business Case \u00fcber die Budgetbegr\u00fcndung hinaus zum Pr\u00fcfma\u00dfstab f\u00fcr die Softwareauswahl.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Business Case endet nach der Investitionsentscheidung noch lange nicht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein guter Business Case wird zur Steuerungsgrundlage f\u00fcr die Einf\u00fchrung. Die ausgew\u00e4hlten Kennzahlen geh\u00f6ren deshalb in die Projektziele und in die sp\u00e4tere Erfolgsmessung. Nach dem Go-live sollten Unternehmen pr\u00fcfen, welche Effekte erreicht wurden, wo Annahmen zu optimistisch waren und welche organisatorischen H\u00fcrden den Nutzen begrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">The Planning Survey 26 zeigt, dass Anwender spezialisierter Planungssoftware h\u00e4ufiger von mehr Transparenz, besserer Planungsqualit\u00e4t und einer h\u00f6heren Planungsfrequenz berichten als Excel-Anwender. Das liefert Orientierung, garantiert aber keinen Erfolg im einzelnen Unternehmen. Unternehmen m\u00fcssen den erwarteten Nutzen konkret beschreiben, realistisch bewerten und nach der Einf\u00fchrung messen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein so aufgebauter Business Case begr\u00fcndet das Softwarebudget und legt fest, welche Verbesserungen die neue Planungsl\u00f6sung erreichen soll. Zugleich kl\u00e4rt er, welchen Beitrag Finance, IT und Management dazu leisten m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie wollen Ihren Business Case in eine belastbare Softwareauswahl \u00fcbersetzen? <a href=\"https:\/\/barc.com\/de\/loesungen-aufgaben\/softwareauswahl\/\">BARC begleitet Sie unabh\u00e4ngig von der Anforderungsanalyse bis zum Proof of Concept<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spezialisierte Planungssoftware bringt den gr\u00f6\u00dften Nutzen bei Transparenz, Planungsqualit\u00e4t und Planungsfrequenz, weniger bei kurzfristigen Kostensenkungen. Der Artikel zeigt, wie Unternehmen daraus einen belastbaren Business Case entwickeln: mit f\u00fcnf Nutzenfeldern, messbaren Kennzahlen und einer vollst\u00e4ndigen Kostenbetrachtung.<\/p>\n","protected":false},"author":30,"featured_media":131825,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"set","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[54,153,57],"tags":[],"plus":[],"content_typ":[209],"layoutvorlage":[],"class_list":["post-158950","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-corporate-performance-management","category-digital-finance-and-controlling","category-softwareauswahl","content_typ-artikel"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/158950","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/30"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=158950"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/158950\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":158955,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/158950\/revisions\/158955"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/131825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=158950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=158950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=158950"},{"taxonomy":"plus","embeddable":true,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/plus?post=158950"},{"taxonomy":"content_typ","embeddable":true,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_typ?post=158950"},{"taxonomy":"layoutvorlage","embeddable":true,"href":"https:\/\/barc.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/layoutvorlage?post=158950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}