{"id":17381,"date":"2019-11-07T08:25:00","date_gmt":"2019-11-07T08:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/barc.com\/?p=17381"},"modified":"2023-10-26T08:56:45","modified_gmt":"2023-10-26T08:56:45","slug":"die-erfolgsfaktoren-fuer-zufriedenstellende-datenqualitaet-und-stammdaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/barc.com\/de\/die-erfolgsfaktoren-fuer-zufriedenstellende-datenqualitaet-und-stammdaten\/","title":{"rendered":"Die Erfolgsfaktoren f\u00fcr zufriedenstellende Datenqualit\u00e4t und Stammdaten"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Teil 1: Die Problemlage<\/h2>\n\n\n\n<p>Ob sie es nun wollen oder nicht: Unternehmen befinden sich inmitten des Digitalisierungszeitalters. Um wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben, m\u00fcssen sie effizient wirtschaften und\/oder Produkte und Dienstleistungen anbieten, die ihre Kunden und Gesch\u00e4ftspartner von ihnen erwarten. Unternehmen erkennen, dass in ihren Daten gro\u00dfes Potential f\u00fcr ein besseres Wirtschaften als auch attraktive Produkte schlummern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und Unternehmen sind auch bestrebt, mehr mit ihren Daten zu machen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eifrig schicken sie ihre Key User aus den Sales-, Marketing- und Controlling-Fachbereichen auf Digitalisierungsmessen, um sich inspirieren zu lassen.<\/li>\n\n\n\n<li>Daten werden aus unterschiedlichsten Quellen gesammelt. Social-Media-Daten sind fast schon ein alter Hut. Echte neue Datensch\u00e4tze sucht man heute in eigenen Systemen wie Maschinen und Sensoren.<\/li>\n\n\n\n<li>Unternehmen stellen Data Scientists ein und gr\u00fcnden eigene Data Labs, um Advanced-Analytics-Prototypen zu bauen und Dinge zu entdecken, an die die originellsten Vordenker nicht gedacht haben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Doch leider folgt auf die anf\u00e4ngliche Euphorie dann doch bald Ern\u00fcchterung: Die Ideen sind gut und Daten liegen auch grunds\u00e4tzlich vor, doch zeigt sich dann in den konkreten Projekten, dass die Ideen nicht realisierbar sind. Denn es gibt Probleme mit den Daten: Stammdaten \u2013 also die Grundinformationen \u00fcber s\u00e4mtliche betrieblich relevante Objekte wie Kunden, Lieferanten, Produkte und Mitarbeiter \u2013 sind in unterschiedlichen Systemen verstreut und inkonsistent, andere Daten liegen in unverst\u00e4ndlicher kryptischer Form vor, sie sind nicht auffindbar, veraltet oder widersprechen sich. Bei Fragen findet sich kein Ansprechpartner.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Datenqualit\u00e4t zu erh\u00f6hen, stehen Unternehmen seit Jahrzehnten gereifte Methoden und Konzepte zur Verf\u00fcgung. Auch Softwareanbieter haben diese Methoden und Konzepte in ihren Software-Produkten implementiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch warum bekommen Unternehmen ihre Datenqualit\u00e4t und ihr Stammdatenmanagement nicht in den Griff? Im Gegenteil zeigt die weltweit j\u00e4hrlich stattfindende BARC-Anwenderbefragung <a href=\"https:\/\/barc.com\/data-bi-and-analytics-trend-monitor\/\">\u201eData, BI &amp; Analytics Trend Monitor\u201c<\/a>, dass die Befragten die Themen Datenqualit\u00e4t und Stammdatenmanagement in den letzten drei Jahren zum f\u00fcr sie wichtigsten Thema auf Platz 1 w\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BARC-BI-Trend-Monitor_DQ_181920.png\" alt=\"BARC BI Trend Monitor\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">BARC BI Trend Monitor 2018, 2019 und 2020 (n = 2770, 2679, 2865)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie kann das sein? BARC-Beratungsprojekte zeigen, dass Unternehmen oft z\u00f6gern, Initiativen zur Steigerung ihrer Datenqualit\u00e4t zu starten, da diese als zu \u00fcberm\u00e4chtig, aufw\u00e4ndig und unkalkulierbar erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Aufgaben rund um die m\u00f6gliche Organisations-, Prozess- und Technologie-Justierung sind zumeist ungewiss und ohne Management-Unterst\u00fctzung fehlt auch der entsprechende Treiber.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sehen jedoch, dass real umgesetzte erfolgreiche Datenqualit\u00e4ts- und Stammdateninitiativen gelingen, wenn sie irgendwann einmal tats\u00e4chlich gestartet werden und sich stetig weiterentwickeln. Das kann dann so aussehen, dass das Unternehmen in einer pr\u00e4gnanten Strategie\/Leitlinie den groben Rahmen vorgibt und sich dazu bekennt, dass das Digitalisierungszeitalter ein Umdenken erfordert und Daten als neuer wichtiger Produktionsfaktor angesehen werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechende sich daraus ergebende Initiativen (z. B. die Adaption in Organisation, Softwareauswahl, Datenintegrationsprojekte) f\u00fchren zu besseren Daten (z. B. zentral verf\u00fcgbaren Stammdaten, dokumentierten Inhalten, definierten Ansprechpartnern und Datenpflegeabl\u00e4ufen). Diese erm\u00f6glichen bessere innerbetriebliche Prozesse (z. B. Management-, Sales-, Qualit\u00e4tsauswertungen auf korrekten Daten statt \u201eBauchgef\u00fchl\u201c). Zudem k\u00f6nnen Unternehmen so neue Produkte und Dienstleistungen f\u00fcr Gesch\u00e4ftspartner entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser BARC-Blogreihe wollen wir Unternehmen dabei unterst\u00fctzen, endlich ihre Datenqualit\u00e4t auf ein zufriedenstellendes Niveau zu bringen. Hierf\u00fcr haben wir drei Erfolgsfaktoren identifiziert, die wir als kritisch sehen und die wir in dieser Blog-Reihe vorstellen werden: Organisation, Prozesse und Technologie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Abbildung_Stammdatenmanagement-Strategie1.png\" alt=\"Stammdatenmanagement-Strategie\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Voraussetzungen f\u00fcr verl\u00e4ssliche Stammdaten durch eine Stammdatenmanagement-Strategie schaffen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erfolgsfaktor 1 \u2013 Organisation<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Organisation definiert die Auf- und Ablauforganisation f\u00fcr das Management von Stammdaten. Hierbei ist es wichtig die Datenverantwortung im Unternehmen und der unterst\u00fctzenden Prozesse zu etablieren. Best Practices zeigen u. a. datenverantwortliche Rollen wie den \u201eData Owner\u201c oder \u201eData Stewards\u201c, die im Rahmen eines Gremiums\/Competence Centers (Data Governance Councils) auch dom\u00e4nen\u00fcbergreifend (Stamm-) Datenverantwortungen\/-prozesse abstimmen und steuern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erfolgsfaktor 2 \u2013 Prozesse<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Gesch\u00e4ftsprozesse und die Fachlichkeit geben die Struktur von und den Umgang mit Daten vor. Aus ihnen resultieren Stammdatenmodelle, Datenqualit\u00e4tsregeln sowie verwendungsspezifische Varianten, um letztendlich fachlichen Nutzen im Sinne effizienter Prozesse oder Analytik zu generieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erfolgsfaktor 3 \u2013 Technologie<\/h3>\n\n\n\n<p>Technologie definiert die Architekturans\u00e4tze des Stammdatenmanagements und die zu nutzenden Werkzeuge unter Ber\u00fccksichtigung der lokalen Gegebenheiten. Die Architektur legt damit Standards f\u00fcr einen konsistenten und effizienten Betrieb fest. Die Technologie richtet sich nach Anforderungen aus Gesch\u00e4ftsprozessen bzw. der Fachlichkeit und der Organisation.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur datengetriebene Unternehmen k\u00f6nnen sich im Digitalisierungszeitalter wettbewerbsf\u00e4hig aufstellen. In der zunehmend komplexen Datenwelt brauchen Unternehmen verl\u00e4ssliche S\u00e4ulen. Eine zufriedenstellende Datenqualit\u00e4t und sichere Stammdaten sind dabei ein kritischer Faktor.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Teil 2: Die Organisation<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Organisation als Erfolgsfaktor f\u00fcr zufriedenstellende Datenqualit\u00e4t und Stammdaten<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Ob sie es nun wollen oder nicht: Unternehmen befinden sich inmitten des Digitalisierungszeitalters. In dieser neuen BARC-Blogreihe wollen wir Unternehmen dabei unterst\u00fctzen, endlich ihre Datenqualit\u00e4t auf ein zufriedenstellendes Niveau zu bringen. Hierf\u00fcr haben wir drei Erfolgsfaktoren identifiziert. So hilft Ihnen eine Organisation dabei, Ihre Datenqualit\u00e4t zu steigern.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wesentliche Voraussetzung f\u00fcr Innovation und Optimierung ist eine Aufbauorganisation, deren Strukturen die Nutzung von Daten als Wertsch\u00f6pfungsfaktor unterst\u00fctzen. Es bedarf also einer Unternehmenskultur, die neue Erkenntnisse aus Daten sowie deren Anwendung in den Mittelpunkt stellt. Die bisherigen IT-Strukturen und die klassische BI helfen hier aber oftmals nicht weiter. Gesucht sind stattdessen Strukturen, die Freir\u00e4ume f\u00fcr das experimentelle Arbeiten mit Daten zulassen sowie neue Rollen, die helfen, das digitale Gedankengut umzusetzen. Im Kontext des Datenqualit\u00e4ts- und Stammdatenmanagements spielt insbesondere die Verantwortung f\u00fcr Daten eine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rollen und ihre Zust\u00e4ndigkeiten<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Rollen helfen&nbsp;<\/strong>bei der Definition und Zuordnung von Aufgaben und Kompetenzen auf Personen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Verantwortung f\u00fcr verl\u00e4ssliche Daten und ihre Pflege im Unternehmen gekl\u00e4rt und langfristig gelebt wird. Die typischen Rollen f\u00fcr die Datenqualit\u00e4t und das Stammdatenmanagement sind:<\/p>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;<strong>Data Owner<\/strong>&nbsp;(\u201eDaten-Eigner\u201c) residiert im Fachbereich und ist die zentrale Ansprechperson f\u00fcr bestimmte Informationsarten \u2013 typischerweise f\u00fcr diejenigen, die grundlegend f\u00fcr seine operativen Prozesse sind. Er definiert Anforderungen, sichert Datenqualit\u00e4t und -verf\u00fcgbarkeit und vergibt Zugriffsrechte. F\u00fcr eine bestimmte Informationsart sollte es immer nur einen zentralen Data Owner geben. So kann es auch geschehen, dass dieser Data Owner fachbereichs\u00fcbergreifend entscheiden muss. Dies ist immer dann der Fall, wenn eine Information von mehreren Stellen verwendet und\/oder bearbeitet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;<strong>Data Steward<\/strong>&nbsp;(\u201efachlicher Datenverwalter\u201c) findet sich meist im Fachbereich. Er definiert Grunds\u00e4tze, plant Anforderungen und koordiniert die Datenauslieferung. Er ist auch f\u00fcr die operative Datenqualit\u00e4t, beispielsweise in Form von Dublettenpr\u00fcfungen, zust\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;<strong>Data Manager<\/strong>&nbsp;(\u201etechnischer Datenverwalter\u201c) ist meist in der IT angesiedelt. Diese Rolle setzt die Anforderung des Data Owner um, gestaltet die technische Infrastruktur und sichert den Zugriffsschutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;<strong>Data User<\/strong>&nbsp;(\u201eAnwender\u201c) im Fachbereich und der IT w\u00e4hlt die Datenquellen, versteht die verwendeten Daten und extrahiert Daten f\u00fcr seine spezifischen Bed\u00fcrfnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mitarbeiter, die f\u00fcr die jeweiligen Rollen eingesetzt werden, m\u00fcssen die notwendigen&nbsp;<strong>F\u00e4higkeiten&nbsp;<\/strong>entwickeln k\u00f6nnen, um ihre Aufgaben wahrzunehmen:<\/p>\n\n\n\n<p>Das grunds\u00e4tzliche&nbsp;<strong>Verst\u00e4ndnis der Relevanz von Daten<\/strong>&nbsp;f\u00fcr das Unternehmen muss aufgebaut werden. Die verf\u00fcgbaren Daten und die Chancen, die das Unternehmen durch ihre Nutzung gewinnt, m\u00fcssen von den Verantwortlichen (z.B. Data Owner) beworben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4higkeiten in Bezug auf die&nbsp;<strong>Nutzung, Erkennung von Potentialen und die Verwaltung von Daten<\/strong>&nbsp;sind durch den Fachbereichs- bzw. IT-Hintergrund der Rollen bereits vorhanden und m\u00fcssen weiterentwickelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4higkeiten f\u00fcr die Konzeption, Entwicklung und Durchf\u00fchrung von neuen oder angepassten datengetriebenen&nbsp;<strong>Prozessen<\/strong>&nbsp;(siehe n\u00e4chster Bereich) sind zu entwickeln. Hierf\u00fcr bieten sich insbesondere Coaching-Ma\u00dfnahmen bzw. der Austausch mit neutralen Marktbeobachtern oder Partnerunternehmen an. Es gibt aber keine allgemeing\u00fcltigen Prozesse, die ohne weiteres f\u00fcr das Gelingen des datengetrieben Unternehmens kopiert werden k\u00f6nnten! Daher sollte man sich andere Kollegen als \u201eSparring-Partner\u201c suchen und ihre Ideen und Vorschl\u00e4ge bei den eigenen Pl\u00e4nen einbeziehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"630\" height=\"165\" src=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bild16-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-50095\" srcset=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bild16-1.png 630w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bild16-1-300x79.png 300w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bild16-1-600x157.png 600w\" sizes=\"(max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Data Stewardship: Rollenmodell f\u00fcr Datenqualit\u00e4t und Stammdatenmanagement<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die aufgef\u00fchrten Rollen und ihre Beschreibungen haben sich in BARC-Projekten als sinnvolle grunds\u00e4tzliche Diskussionsgrundlage erwiesen. Bei geschickter Definition und Besetzung muss die Justierung der Aufbauorganisation nicht unmittelbar zus\u00e4tzliches erfordern. Nicht jede Rolle muss durch einen expliziten hierf\u00fcr abgestellten Mitarbeiter abgebildet werden. Vielmehr ist eine Umsetzung \u00fcber Matrixorganisationsformen entsprechend den fachlichen und technischen Eignungen \u00fcblich.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur datengetriebene Unternehmen k\u00f6nnen sich im Digitalisierungszeitalter wettbewerbsf\u00e4hig aufstellen. In der zunehmend komplexen Datenwelt brauchen Unternehmen verl\u00e4ssliche S\u00e4ulen. Der erste Schritt zu einer zufriedenstellenden Datenqualit\u00e4t und sicheren Stammdaten sind eine Datenstrategie und Rahmenbedingungen in Form einer Data Governance.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Teil 3: Die Prozesse<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prozesse als Erfolgsfaktor f\u00fcr zufriedenstellende Datenqualit\u00e4t und Stammdaten<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Ob sie es nun wollen oder nicht: Unternehmen befinden sich inmitten des Digitalisierungszeitalters. In dieser BARC-Blogreihe wollen wir Unternehmen dabei unterst\u00fctzen, endlich ihre Datenqualit\u00e4t auf ein zufriedenstellendes Niveau zu bringen. Hierf\u00fcr haben wir drei Erfolgsfaktoren identifiziert: So helfen Ihnen Prozesse dabei, Ihre Datenqualit\u00e4t zu steigern.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Um im digitalen Unternehmen den wichtigen Produktionsfaktor \u201eDaten\u201c zu pflegen und weiterzuentwickeln, m\u00fcssen die verschiedenen beteiligten Mitarbeiter gem\u00e4\u00df ihrer Rollenbeschreibung entsprechende Prozesse wahrnehmen. Hierbei sind Linienaufgaben von Projekten zu unterscheiden. Linienaufgaben sind dauerhaft zu gew\u00e4hrleisten. Projekte sind zielgerichtete, einmalige Vorhaben, deren Ergebnisse ggf. wieder operationalisiert werden, zum Beispiel als Erweiterung der Linienaufgaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wertstiftende Prozesse sind das Herz jedes Unternehmen \u2013 das gilt auch f\u00fcr datengetriebene Unternehmen, die Erfolgschancen in Daten ausnutzen m\u00f6chten. Die konkreten Prozesse, die die definierten Rollen in den<strong>&nbsp;Linienaufgaben<\/strong>&nbsp;wahrnehmen, sind zwar unternehmensindividuell auszubilden, doch sollten folgende Themenbereiche besondere Aufmerksamkeit erhalten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>fachliche oder technische Betreuung und Unterst\u00fctzung (z. B. hinsichtlich der Bestimmung von Datenquellen; Auswahl, Profilierung und Bewertung von Daten; Pflege von Gesch\u00e4ftsbegriffen in Business Glossaren)<\/li>\n\n\n\n<li>Umsetzung (z. B. Pflege von Daten und Regeln; Dokumentation neuer Anforderungen; Umsetzung von Datenintegrationsroutinen zur Bef\u00fcllung von Data Warehouses)<\/li>\n\n\n\n<li>Entscheidung (z. B. \u00fcber unternehmensweit oder abteilungsweit genutzte Gesch\u00e4ftsbegriffe; Priorisierung von Projekten)<\/li>\n\n\n\n<li>Betrieb (der Infrastruktur und der Systeme)<\/li>\n\n\n\n<li>Monitoring (z. B. der Datenqualit\u00e4t, Einhaltung von zeitlichen Vorgaben wie zur Bef\u00fcllung des Data Warehouses)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Daneben sind die beschriebenen Rollen typischerweise in folgende Projekte eingebunden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>BI-Projekt (z. B. Ausbildung neuer Data Marts einschlie\u00dflich Pflege des Business Glossars hinsichtlich Gesch\u00e4ftsbegriffen, Dimensionen und Fakten)<\/li>\n\n\n\n<li>Datenqualit\u00e4ts-Projekt (z. B. Bereinigung von Kundendaten; Zusammenfassen von externen Kundendaten mit den eigenen)<\/li>\n\n\n\n<li>Data-Science-Projekt (z. B. Unterst\u00fctzung von Statistikern bei der Wahl und Interpretation von Daten)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Datengetriebenen Unternehmen ist die Steigerung der Datenqualit\u00e4t auf das notwendige Niveau oder die Sicherung des bereits erreichten Datenqualit\u00e4tslevels besonders wichtig. Um dies zu erreichen, ist beispielsweise der sogenannte&nbsp;<strong>Datenqualit\u00e4tszyklus&nbsp;<\/strong>eine sehr hilfreiche Methode.<\/p>\n\n\n\n<p>Er beschreibt den iterativen Prozess zur Analyse, Bereinigung und \u00dcberwachung der Datenqualit\u00e4t und verdeutlicht, dass Datenqualit\u00e4t kein einmaliges Projekt ist. Es bietet sich an, die unterschiedlichen Phasen des Datenqualit\u00e4tszyklus von den definierten Rollen (siehe&nbsp;Teil 2 &#8222;Organisation&#8220;) wahrnehmen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben sei noch darauf hingewiesen, dass die heute verf\u00fcgbare&nbsp;Technologie&nbsp;das Konzept des Datenqualit\u00e4tszyklus aufgreift und entsprechende Funktionen in mehr oder weniger tiefen und breiten Umfang zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Datenqualit\u00e4tszyklus besteht aus folgenden Phasen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"630\" height=\"313\" src=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Sicherstellung-von-Datenqualitaet-im-Stammdatenmanagement-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-50096\" srcset=\"https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Sicherstellung-von-Datenqualitaet-im-Stammdatenmanagement-1.png 630w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Sicherstellung-von-Datenqualitaet-im-Stammdatenmanagement-1-300x149.png 300w, https:\/\/barc.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Sicherstellung-von-Datenqualitaet-im-Stammdatenmanagement-1-600x298.png 600w\" sizes=\"(max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">&nbsp;Sicherstellung von Datenqualit\u00e4t im Stammdatenmanagement<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Analyse<\/h3>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst werden die Stammdaten&nbsp;<strong>analysiert<\/strong>: Welche Werte k\u00f6nnen die Daten annehmen und sind diese valide? Welche Eintr\u00e4ge sind beispielsweise im Feld \u201eAnrede\u201c hinterlegt? Gibt es bestimmte Muster oder H\u00e4ufigkeiten in den Werten, die auf ein prozessuales oder anderweitiges Problem hindeuten?&nbsp;Ist z. B. bei 80 Prozent der Kunden \u201eAbrissunternehmen\u201c im Feld \u201eFirmenkategorie\u201c hinterlegt, k\u00f6nnte dies der Standardwert bei der Kunden-Neuanlage sein, dessen korrekte Setzung anscheinend nicht stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem sind die Datenmodelle der beteiligten Applikationen zu&nbsp;<strong>synchronisieren&nbsp;<\/strong>\u2212 beispielsweise die des f\u00fchrenden CRM-Systems mit dem des ERP-System und mit dem des Webshops. Neben der Ist-Aufnahme der unterschiedlichen beteiligten Datenbanksysteme mit ihren Tabellen und Spalten, muss dabei die Entscheidung getroffen und implementiert werden, wie die Systeme sich mit \u00c4nderungsinformationen versorgen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Bereinigung<\/h3>\n\n\n\n<p>Das&nbsp;<strong>Bereinigen&nbsp;<\/strong>der Stammdaten geschieht meist unter Nutzung von Gesch\u00e4ftsregeln. Ein Grundstock befindet sich meist im Lieferumfang der Datenqualit\u00e4tsumgebung, welcher an die eigenen Bed\u00fcrfnisse angepasst werden kann. Die L\u00f6sung erstellt f\u00fcr die zu untersuchenden Daten auf Basis dieser Regeln beispielsweise Listen mit Dubletten-Vorschl\u00e4gen, die teilweise direkt \u00fcber die Anwendung zusammengef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Umgebungen mit mehreren beteiligten Systemen ist ein \u00fcbergreifendes Konzept einzurichten, wie die Daten jeweils aufbereitet und im Falle ihrer L\u00f6schung entsorgt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Anreicherung<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein&nbsp;<strong>Anreichern&nbsp;<\/strong>der Daten beispielsweise aus anderen beteiligten Systemen&nbsp;um Geokoordinaten oder soziodemographische&nbsp;Informationen kann sich f\u00fcr marketing- oder entscheidungsorientierte Prozesse anbieten. Hier sollten auch wieder die Potentiale der beteiligten Systeme ausgenutzt werden, sodass neue Informationen bzw. Spezialinformationen von Sondersystemen auch an Systeme weitergeleitet werden, die von diesen Informationen profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die \u00dcberwachung und Kontrolle<\/h3>\n\n\n\n<p>Um die einmal erlangte hohe Stammdatenqualit\u00e4t auch beizubehalten,&nbsp;ist deren&nbsp;<strong>\u00dcberwachung und Kontrolle&nbsp;<\/strong>wichtig. Hierbei werden Datenqualit\u00e4ts-Kennzahlen definiert und \u00fcber entsprechende Prozesse verfolgt. Diese Prozesse sollten das automatisierte Speichern der Daten je nach ihrer Nutzung auf dem jeweils m\u00f6glichst kosteng\u00fcnstigen Speichermedium unterst\u00fctzen (Data Life Cycle Management).<\/p>\n\n\n\n<p>Am \u201eEnde\u201c eines Zyklus erfolgt der flie\u00dfende \u00dcbergang der ersten origin\u00e4ren Datenqualit\u00e4tsinitiative zur zweiten Phase, der&nbsp;<strong>laufenden Datenqualit\u00e4tssicherung.<\/strong>&nbsp;Datenqualit\u00e4t ist kein Einmal-Projekt, sondern laufend auf Basis der definierten Datenqualit\u00e4ts-Kennzahlen zu pr\u00fcfen und zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Festzuhalten bleibt, dass \u00fcber die Jahre in der Praxis Best Practices f\u00fcr die Schaffung einer hohen Datenqualit\u00e4t entstanden sind und als Modelle wie der Datenqualit\u00e4ts-Zyklus heute dokumentiert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen mit Bedarf an der Optimierung ihrer Datenqualit\u00e4t sollten sich an diesen Methoden orientieren und die eigenen innerbetrieblichen Prozesse entsprechend erweitern bzw. anpassen. Eine Verbesserung der Datenqualit\u00e4t kann nur durch das unmittelbare \u201eLeben\u201c der definierten Prozesse durch die verantwortlichen Rollen geschehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Big-Data-Initiativen beschleunigen dabei den Bedarf, Datenqualit\u00e4t zu operationalisieren: Das Silo-Denken wird mehr und mehr aufgeweicht. Fachbereiche ben\u00f6tigen ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die internen Abl\u00e4ufe, Zusammenh\u00e4nge zwischen den innerbetrieblichen Gegebenheiten und Entwicklungen sowie Informationen zu dem Markt und der eigenen Branche. Damit dies gelingt, m\u00fcssen Daten nicht nur auffindbar und verf\u00fcgbar sein, sondern die Fachbereiche m\u00fcssen sich auch auf bestimmte Daten verlassen k\u00f6nnen. \u201eTypische\u201c Big-Data-Daten wie aggregierte Marketingdaten aus sozialen Medien k\u00f6nnen diese Qualit\u00e4t nicht verl\u00e4sslich liefern. Deshalb sind entsprechend Prozesse zu entwickeln, die dazu beitragen, dass diejenigen Daten in einer guten Qualit\u00e4t zur Verf\u00fcgung vorliegen zu haben, die unternehmens\u00fcbergreifend in verschiedensten Auswertungen und Analysen in Kontext zueinander verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur datengetriebene Unternehmen k\u00f6nnen sich im Digitalisierungszeitalter wettbewerbsf\u00e4hig aufstellen. In der zunehmend komplexen Datenwelt brauchen Unternehmen verl\u00e4ssliche S\u00e4ulen. Der erste Schritt zu einer zufriedenstellenden Datenqualit\u00e4t und sicheren Stammdaten sind eine Datenstrategie und Rahmenbedingungen<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Teil 4: Technologie<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Ob sie es nun wollen oder nicht: Unternehmen befinden sich inmitten des Digitalisierungszeitalters. In dieser neuen BARC-Blogreihe wollen wir Unternehmen dabei unterst\u00fctzen, endlich ihre Datenqualit\u00e4t auf ein zufriedenstellendes Niveau zu bringen. Hierf\u00fcr haben wir drei Erfolgsfaktoren identifiziert. So hilft Ihnen Technologie dabei, Ihre Datenqualit\u00e4t zu steigern.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ob ein Unternehmen \u00fcber eine hohe Datenqualit\u00e4t verf\u00fcgt, h\u00e4ngt unmittelbar damit zusammen, ob mittels einer&nbsp;entsprechenden Organisation&nbsp;die relevanten Verantwortlichen f\u00fcr deren fachliche und technische Sicherstellung eingerichtet sind. Zudem sollte&nbsp;in den Prozessen&nbsp;die Erhaltung einer hohen Datenqualit\u00e4t sichergestellt sein.&nbsp;Softwaretechnik kann die beteiligten Rollen in ihren Prozessen unterst\u00fctzen. &nbsp;<strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechende Technologien k\u00f6nnen bereits bei der&nbsp;<strong>Dateneingabe<\/strong>&nbsp;den neu anzulegenden Datensatz gegen den bestehenden Adressbestand testen und&nbsp;Unsch\u00e4rfe-Tests vornehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierbei pr\u00fcft beispielsweise eine&nbsp;<strong>Datenqualit\u00e4ts-Laufzeitumgebung<\/strong>, ob ein \u201eMartin Meyer\u201c, der gerade im operativen System neu angelegt werden soll, nicht doch der bereits bestehende \u201eMartin Meier\u201c sein kann, der bereits qualit\u00e4tsgesichert im System gepflegt ist. \u00dcber eine sich \u00f6ffnende Vorschlagsliste kann der Benutzer eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen treffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft ist die Datenqualit\u00e4t des bestehenden Datenbestands nicht zufriedenstellend und weist beispielsweise Dubletten, fehlende oder falsche Daten auf. Dann&nbsp;ist eine entsprechende&nbsp;<strong>Bereinigung<\/strong>&nbsp;durch mittlerweile etablierte und \u00fcber die Jahre gereifte Softwarel\u00f6sungen m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese orientieren sich zumeist an den typischen&nbsp;<strong>DQ-Funktionen<\/strong>, welche zum Beispiel der DQ-Zyklus aufzeigt. Hierzu geh\u00f6ren Funktionen f\u00fcr die Datenanalyse, -bereinigung, -anreicherung sowie -\u00fcberwachung und Kontrolle. Big-Data-Anforderungen des Fachbereichs, der beispielsweise zus\u00e4tzliche Daten bei der Analyse einbeziehen will, lassen sich nur erf\u00fcllen, wenn diese Daten ebenfalls eine gewisse Datenqualit\u00e4t haben.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr derartige Analysen sind&nbsp;<strong>Data-Profiling-Funktionen<\/strong>&nbsp;n\u00fctzlich. Sie helfen dabei folgende Fragen zu beantworten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche Strukturen liegen in den Daten vor?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Min- und Max-Werte liegen vor? Welche L\u00fccken gibt es in den Daten?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Muster haben die Daten? Besteht ein numerisches Feld, wie eine Rechnungsspalte, tats\u00e4chlich nur aus numerischen Werten entsprechend dem Muster NNNNNN)?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie verteilen sich die Daten auf die Zeit, auf Kunden, Kundengruppen oder Produktklassen?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Datenqualit\u00e4t ist vordergr\u00fcndig eine organisatorische und methodische Disziplin. Diesem Umstand sollte auch die Software entgegenkommen. Die notwendigen Datenqualit\u00e4tsfunktionen sollten in f\u00fcr die jeweiligen&nbsp;<strong>Anwenderrollen geeigneten Benutzeroberfl\u00e4chen<\/strong>&nbsp;umgesetzt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Datenqualit\u00e4t wird von diversen&nbsp;Rollen und Akteuren beeinflusst. Daher&nbsp;sollte eine&nbsp;<strong>Workflow-Unterst\u00fctzung&nbsp;<\/strong>f\u00fcr<strong>&nbsp;<\/strong>die Definition und Umsetzung entsprechender Prozesse sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft l\u00e4sst sich Software f\u00fcr Datenqualit\u00e4t und Masterdatenmanagement direkt in die bestehenden operativen oder dispositiven Systeme integrieren. Auf diese Weise k\u00f6nnen die bestehenden Prozesse um Datenqualit\u00e4ts-Funktionen (z. B. Datenanalyse oder Dublettenpr\u00fcfung) aufger\u00fcstet und den festgelegten Rollen \u00fcbergeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Datenlandschaft lebt: st\u00e4ndig werden neue Datenarten in das Unternehmen eingebracht, Kundenstammdaten wachsen um weitere Attribute, neue Gesch\u00e4ftspartner und deren Daten sind anzubinden. Entsprechend flexibel muss die L\u00f6sung f\u00fcr die Pr\u00fcfung der Datenqualit\u00e4t sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein intuitiv benutzbares&nbsp;<strong>Regelmanagement-System<\/strong>&nbsp;gew\u00e4hrleistet die Definition von Datenvalidierungsregeln und Gesch\u00e4ftsregeln direkt durch den Fachbereich und die Aktivierung mittels Freigabe-Workflow.<\/p>\n\n\n\n<p>Daten ben\u00f6tigen&nbsp;<strong>\u00d6ffentlichkeit.&nbsp;<\/strong>Sie k\u00f6nnen nur zielf\u00fchrend interpretiert und genutzt werden, wenn ein \u00fcbergreifendes Verst\u00e4ndnis von den unternehmensspezifischen Gesch\u00e4ftsbegriffen existiert (Was ist der Unterschied zwischen dem Kundenattribut \u201eUmsatz\u201c und \u201eUmsatz_bereinigt\u201c?), deren Verf\u00fcgbarkeit (In welchen Berichten werden die Gesch\u00e4ftsbegriffe verwendet? Wie kann man sich auf die Quelldaten verbinden?) und den Verantwortlichkeiten (Wer ist der Eigent\u00fcmer der Daten? An wen wende ich mich bei Fragen oder Anforderungen?), existiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Business Glossare und Wikis<\/strong>, m\u00f6glichst eng mit dem Regelmanagement-System integriert, schaffen Transparenz. Zus\u00e4tzlich f\u00f6rdern sie die innerbetriebliche Kommunikation \u00fcber festgesetzte Verantwortlichkeiten, Regeln, Kennzahlen und Definitionen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine&nbsp;<strong>Versionierung<\/strong>&nbsp;bzw. eine&nbsp;<strong>Historisierung&nbsp;<\/strong>der Datens\u00e4tze<strong>&nbsp;<\/strong>ist<strong>&nbsp;<\/strong>unter Compliance-Aspekten notwendig.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Monitoring-Komponenten&nbsp;<\/strong>informieren \u00fcber aktuelle Geschehnisse, wie zum Beispiel die Zunahme von Dubletten oder nicht vollst\u00e4ndig gepflegten Informationen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Reporting<\/strong>-Komponenten unterst\u00fctzen die Auswertung und \u00fcbersichtliche Darstellung von relevanten Kennzahlen und Eigenschaften der Datenlandschaft. Auch sollten Berichte \u00fcber die hinterlegten Definitionen und Gegebenheiten der DQ- und MDM-Umgebung generiert werden k\u00f6nnen. Das Themengebiet Reporting ist typischerweise eng verzahnt mit den angrenzenden Bereichen Metadatenmanagement, Business Glossar und Regelmanagement-System. Daher ist es eher als Querschnittsthema zu sehen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die dargestellten Themen sollen einen \u00dcberblick dar\u00fcber geben, welche&nbsp;<strong>funktionale Breite<\/strong>&nbsp;aktuelle DQ- und MDM-Werkzeuge bieten. Das Unternehmen sollte individuell auf Basis seiner Anforderungen eine Priorisierung festlegen. So wird bestimmt, welche konkreten Funktionen tats\u00e4chlich relevant sind und sich wertstiftend auf den Gesch\u00e4ftsbetrieb auswirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Stellt sich die Frage nach dem \u201emake or buy\u201c. Gegen\u00fcber Eigenentwicklungen liefert der Werkzeugmarkt notwendige Technologie vergleichsweise preiswert.<\/p>\n\n\n\n<p>Datenqualit\u00e4t und Stammdatenmanagement sind zudem keine neuen Disziplinen. Unternehmen jeder Gr\u00f6\u00dfenklasse mussten sich immer schon um die Pflege ihrer Daten k\u00fcmmern und haben entsprechende Methoden und Techniken entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft entwickelt der Fachbereich aus der Not heraus mit seinem ihm bekannten Tabellenkalkulations- und Desktop-Datenbankanwendungssystemen individuelle L\u00f6sungen. So werden Funktionen nachgebildet, die den Funktionen des Datenqualit\u00e4tszyklus recht nahe kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein einfaches Data Profiling unterst\u00fctzt ein Tabellenkalkulationsprogramm, indem es einfache Min-Max-Auswertungen, Filter- und Sortierfunktionen bietet. Auch Gesch\u00e4ftsregeln oder die Anbindung externer Datenquellen lassen sich durch verkn\u00fcpfte Tabellen oder Verweise einrichten. Ein einfaches Berichtswesen ist \u00fcber Diagramme umsetzbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem liegt darin, dass die hierbei verwendeten B\u00fcroanwendungen nicht f\u00fcr den DQ- und MDM-Einsatz entwickelt wurden. Es ist daher eine Eigenprogrammierung (z.B. Microsoft Visual Basic Application (VBA) in Microsoft Office oder StarOffice Basic, Python, Java und JavaScript in Apache OpenOffice) notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge f\u00fchrt dies zu komplexen, nicht zu \u00fcberblickenden und schwer wartbaren Anwendungen. Hinzu kommen Probleme im Antwortverhalten und die organisatorische Gefahr, dass das entwickelte Werkzeug nur durch wenige Mitarbeiter beherrscht und weiterentwickelt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>DQ- und MDM-Spezialwerkzeuge hingegen bringen die notwendigen&nbsp;<strong>Standard-Funktionen<\/strong>&nbsp;mit und werden von ihren Anbietern st\u00e4ndig weiterentwickelt. Die Kosten f\u00fcr Softwarelizenzen und Supportbeitr\u00e4ge liegen regelm\u00e4\u00dfig unter dem Aufwand f\u00fcr die Weiterentwicklung und Wartung vergleichbarerer Eigenentwicklungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar finden auch im Markt der DQ- und MDM-Anbieter Unternehmens\u00fcbernahmen statt, doch bleibt f\u00fcr gew\u00f6hnlich hochwertige Technologie auch nach dem Kauf verf\u00fcgbar und die bestehende Kundenbasis wird weiter betreut.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Markt der DQ- und MDM-Werkzeuge ist vergleichsweise heterogen. F\u00fcr den DACH- Raum macht BARC 49 relevante Anbieter von Datenqualit\u00e4tsl\u00f6sungen und 36 f\u00fcr Stammdatenmanagement-Technologie aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auswahl der geeigneten Werkzeuge f\u00fcr die Umsetzung der DQ- und MDM-Strategie richtet sich nach den fachlichen Anforderungen und architektonischen Gegebenheiten. Herrscht hier\u00fcber Klarheit kann der Markt vorsondiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bietet sich an, die L\u00f6sungen der verbliebenen Anbieter in vergleichbarer Form gegen\u00fcberzustellen. Zudem sollte man Anbieter auffordern, unternehmensspezifisch relevante Aufgaben nach einem festgelegten \u201eDrehbuch\u201c zu demonstrieren oder umzusetzen. Dies kann im Rahmen eines&nbsp;<strong>Proof-of-Concepts<\/strong>&nbsp;oder anhand einer strukturierten&nbsp;<strong>Anbieterpr\u00e4sentation&nbsp;<\/strong>geschehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf diese Weise findet das Unternehmen das am besten passende Werkzeug. Gleichzeitig lernt es den zuk\u00fcnftigen Dienstleister\/Softwarelieferanten besser kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur datengetriebene Unternehmen k\u00f6nnen sich im Digitalisierungszeitalter wettbewerbsf\u00e4hig aufstellen. In der zunehmend komplexen Datenwelt brauchen Unternehmen verl\u00e4ssliche S\u00e4ulen. Eine zufriedenstellen Datenqualit\u00e4t und sichere Stammdaten sind dabei ein kritischer Faktor.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 1: Die Problemlage Ob sie es nun wollen oder nicht: Unternehmen befinden sich inmitten des Digitalisierungszeitalters. Um wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben, m\u00fcssen sie effizient wirtschaften und\/oder Produkte und Dienstleistungen anbieten, die ihre Kunden und Gesch\u00e4ftspartner von ihnen erwarten. Unternehmen erkennen, dass in ihren Daten gro\u00dfes Potential f\u00fcr ein besseres Wirtschaften als auch attraktive Produkte schlummern. 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