USA enteilen Europa beim KI-Einsatz – neue Zahlen zur Nutzung von KI-Agenten

Die aktuelle BARC-Studie Preparing and Delivering Data for AI: Adoption Trends, Requirements, and Best Practices zeigt: Unternehmen setzen zunehmend auf KI – fast ein Drittel nutzt bereits KI-Agenten produktiv. Doch fehlende Strukturen in der Governance, unzureichender Fokus auf Datenqualität und mangelnde KI-Kompetenzen gefährden den langfristigen Erfolg.

Die Befragten stammen aus aller Welt, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Europa und Nordamerika. Insgesamt wurden 370 vollständig ausgefüllte Fragebögen ausgewertet. Teilnahmevoraussetzung war fundiertes Wissen über die Daten- und KI-Strategie sowie entsprechende Projekte im eigenen Unternehmen. Personen ohne Projekterfahrung wurden von der Umfrage ausgeschlossen.

„Die Entwicklung im Bereich KI schreitet rasant voran, aber viele Unternehmen sind noch ohne die nötigen Leitplanken unterwegs“, erklärt Shawn Rogers, CEO von BARC US. „Wer das volle Potenzial von KI ausschöpfen will, muss Datenqualität, verantwortungsvolle Governance und die Qualifikation der Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen.“

KI-Einsatz mit unterschiedlichem Reifegrad

Zwar erreicht eine Mehrheit der KI-Anwender ihre Kosten- und Umsatzziele, doch weniger als die Hälfte misst der Datenqualität und der Modellgenauigkeit höchste Bedeutung bei – dabei sind genau diese Faktoren entscheidend für verlässliche KI-Ergebnisse. Zudem verfügen nur 21 % der Unternehmen über ein unternehmensweites KI-Programm, das rechtliche, Compliance- und Sicherheitsaspekte abdeckt – ein Wert, der sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert hat.

USA enteilen Europa beim KI-Einsatz – neue Zahlen zur Nutzung von KI-Agenten

Abbildung: Setzt Ihr Unternehmen KI-Agenten bereits ein oder plant deren Einsatz in den folgenden Bereichen des Datenmanagements? (n=286, Quelle: BARC-Studie „Preparing and Delivering Data for AI“)

Verantwortungsvolle KI und Qualifizierung der Mitarbeitenden

Die Mehrheit der Unternehmen misst Themen wie Datenschutz, Sicherheit und Compliance im Kontext von „Responsible AI“ große Bedeutung bei. Weniger im Fokus steht jedoch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI – obwohl der Mangel an entsprechenden Fachkräften als zweitgrößte Herausforderung genannt wird. Zwei Drittel der befragten Unternehmen begegnen diesem Engpass, indem sie Mitarbeiter weiterbilden, Kompetenzzentren aufbauen oder gezielt KI-Talente einstellen.

Vorreiter vs. Nachzügler: Die Kluft wächst

Die erfolgreichsten KI-Anwender – sogenannte „AI Leaders“ – erzielen deutlich bessere Geschäftsergebnisse und verfügen über eine ausgereiftere Governance. Sie automatisieren Prozesse in größerem Umfang und betreiben ihre KI-Anwendungen häufiger auf Cloud- und Hybridplattformen. Weniger weit entwickelte Unternehmen konzentrieren sich dagegen vor allem auf die Beschaffung von Tools. Auch bei der Nutzung von KI-Agenten liegen die AI Leaders deutlich vorn.

Nordamerika zeigt höhere Reife im KI-Einsatz

Unternehmen aus Nordamerika sind ihren europäischen Wettbewerbern in der KI-gestützten Datenverarbeitung voraus – fast alle Befragten, die ihre KI-Ziele übertreffen, stammen aus Nordamerika. Die Verbreitung von KI-Agenten ist dort fünfmal so hoch wie in Europa – der Reifeunterschied zwischen den Regionen wächst weiter.

Fazit

Mit der zunehmenden Verbreitung von KI steigt auch der Handlungsdruck: Unternehmen müssen ihre Governance stärken, die Datenqualität verbessern und die Kompetenzlücke im Bereich KI schließen. Ohne diese Basis drohen unzuverlässige KI-Ergebnisse und ineffiziente Prozesse.

„Wer KI strukturiert angeht – mit einem klaren Fokus auf Datenqualität, Governance und Fachkräfte – wird bei Innovation und Unternehmenserfolg vorne liegen“, betont Shawn Rogers. „Die Kluft zwischen Vorreitern und Nachzüglern wird immer größer. Unternehmen, die jetzt nicht handeln, laufen Gefahr, den Anschluss zu verlieren.“

Die Studie ist dank der Unterstützung der Sponsoren Informatica, Boomi, Domo, Unstructered und Dremio kostenlos verfügbar.

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Über BARC

BARC ist ein europaweit führendes Analystenhaus für Unternehmenssoftware mit Fokus auf die Bereiche Data, Business Intelligence (BI) und Analytics, Enterprise Content Management (ECM) sowie Customer Relationship Management (CRM). Das Unternehmen wurde 1999 als Spin-off des Lehrstuhls Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg gegründet. Heute verbindet es empirische und theoretische Forschung, Fachexpertise und Praxiserfahrung inklusive des Austausches mit allen Marktteilnehmenden.

Pressekontakt

Axel Bange

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