Case Study

Westenergie erfolgreich nach SAP S/4HANA migriert

Unternehmen

Westnetz

Branche

Energie & Umwelt

Projekt

Viele Unternehmen planen die Einführung von SAP S/4HANA. Der Erfolg des Systemwechsels steht und fällt dabei mit einer gut vorbereiteten Datenmigration vom Alt- ins Neusystem. Der Westnetz GmbH, die das Mapping und die Aufbereitung der technischen Asset-Daten für die Westenergie AG als Teil des E.ON-Konzerns übernommen hat, ist diese Vorbereitung optimal gelungen. Seit Anfang 2025 ist die Westenergie-Gruppe in S/4HANA produktiv. Die effektive Transformation der Daten mithilfe von InfoZoom hat wesentlich zum Projekterfolg beigetragen.

Herausforderung SAP-Umstellung

Spätestens im Jahr 2030 endet der Support für SAP ECC und alle Vorgängerversionen. Viele SAP-Anwenderunternehmen planen daher jetzt die Umstellung auf SAP S/4HANA. Mit der leistungsstarken In-Memory-Datenbank SAP HANA, einem vereinfachten Datenmodell und einer neu gestalteten Benutzeroberfläche bringt S/4HANA dabei einen grund-legenden Wandel der Systemarchitektur mit sich. Die notwendige Transformation und Migration der Stamm- und Bewegungsdaten aus dem bestehenden SAP-System muss daher sorgfältig vorbereitet werden. Für die meisten Unternehmen stellen außerdem die schiere Menge an Daten, die sich in ihren SAP-Systemen angesammelt hat, und die Sicherstellung der Datenqualität eine enorme Herausforderung dar.

So sah auch die Ausgangslage für das Team der Westnetz GmbH aus, das die Datenmigration der gesamten Westenergie-Gruppe vorbereiten und begleiten sollte. Westenergie ist als Teil der E.ON-Gruppe mit 150 Versorgungsunternehmen der größte regionale Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter Deutschlands. Die Tochtergesellschaft Westnetz ist der größte Verteilnetzbetreiber in Deutschland. Die Netzgesellschaft verantwortet die Planung, den Ausbau und die Wartung von rund 175.000 Kilometern Stromnetz und rund 24.000 Kilometern Gasnetz.

Acht Millionen Datenobjekte transferiert

Das zu migrierendes Datenvolumen aus den SAP-Gesellschaften der Unternehmensgruppe war entsprechend hoch. Rund acht Millionen technische Datenobjekte mussten gesichtet, geprüft und in die Strukturen der S4-Lösung transferiert werden. Die Daten der Westenergie AG sind nach „Betriebsmittel“ und „Organisationsbereich“ eingeteilt. Jeder dieser Datenpunkte umfasst wiederum zahlreiche Unterkategorien und Eigenschaften, die miteinander verschnitten, beurteilt und in die neue Struktur übertragen werden mussten. Mit Excel ist die Analyse und Anpassung dieser komplexen Datenbasis nicht machbar. Allein das Datenvolumen übersteigt die Kapazitäten des Tabellenprogramms, und die Listenform kann die Datensätze mit ihren vielfältigen Merkmalen nicht darstellen. Tabellen liefern keinen verständlichen Überblick über die Datenmenge.

InfoZoom schafft Transparenz

Dem zuständigen Projektleiter Simon Weingarten war klar, dass eine geeignete Softwarelösung für die Sichtung und Transformation der Daten benötigt wird – und dieses Werkzeug samt umfangreicher Expertise in der Datenanalyse befand sich bereits im eigenen Haus. Björn Bürger, Mitarbeiter im Assetmanagement Gas, arbeitet schon seit 2006 mit InfoZoom, um Stammdaten für unterschiedlichste Anforderungen aufzubereiten und auszuwerten.

Björn Bürger erhält dazu Exportdateien (u.a. aus SAP BW), die er für die Erstellung von Analysen und Reports mit InfoZoom nutzt. Einsatzbereiche sind diverse Netzanalysen und die Erstellung von Kennzahlen (u.a. Effizienzvergleiche). Aktuell wird InfoZoom verstärkt in der Marktraumumstellung eingesetzt. Der Bereich Assetmanagement Gas liefert damit dem Vertrieb technische Daten, um die Kundenanschreiben zu erstellen.

Datenpower für Fachanwender

Im Gegensatz zu Excel verarbeitet InfoZoom Millionen von Datensätzen in Sekunden und bietet dank seiner einzigartigen Visualisierung einen anschaulichen Überblick über riesige Datenmengen. Ein wesentlicher Vorteil ist auch die Benutzerfreundlichkeit des Tools. Projektleiter Simon Weingarten, der sich bei speziellen Fragen selbst mit Python-Programmierung behilft, war sich bewusst, dass Individualprogrammierung zur Sichtung und Transformation der Daten in diesem Projekt nicht für alle Tätigkeiten die Lösung sein kann.

Benötigt wurde daher zusätzlich eine einfach bedienbare Low-Code-Software, die auch Fachanwender schnell beherrschen, denn die Datenbearbeitung gehört in die Hände des Fachbereichs, der die Qualität und fachliche Zuordnung seiner Daten selbst am besten beurteilen kann. Simon Weingarten sah InfoZoom auch aus diesem Grund als optimales Werkzeug für das Migrationsprojekt und bestätigt die niedrige Einstiegsschwelle für die Fachanwender im Projekt:

„Unsere verantwortlichen Fachexperten haben wir in nur 3 Stunden in InfoZoom eingearbeitet.“

Interne Verantwortung für Datenaufbereitung

In Zusammenarbeit mit den Datenbeauftragten der Fachbereiche und Gesellschaften von Westenergie hat das Projektteam der Westnetz GmbH den gesamten SAP-Datenbestand für die Migration aufbereitet und dem zentralen Migrationsteam von E.ON zur Verfügung gestellt. Das E.ON-Team arbeitet zur S/4HANA-Einführung im Konzern mit einem zertifizierten SAP-Dienstleister zusammen.

Wichtig zu wissen ist, dass bei der Implementierung üblicherweise nicht die Dienstleister, sondern das Unternehmen selbst für die Vorbereitung des zu migrierenden Datenbestands zuständig ist. Zum vereinbarten Termin müssen die aufbereiteten Datenpakete aus dem Altsystem passend für den Upload ins neue System zur Verfügung stehen – und zwar möglichstWestenergievollständig und fehlerfrei, damit keine Zeitverzögerungen und Kosten durch Prozessabbrüche beim Upload, durch Nachbearbeitungsschleifen und Fehlersuchen entstehen.

 

Effizientes Datenmapping

Westnetz hat diese Aufgabe erfolgreich und termingerecht gemeistert. Kernpunkt waren dabei die Mappings, die in InfoZoom effizient und punktgenau aufgesetzt werden konnten. In InfoZoom hat das Team dazu die Daten in den Strukturen des Altsystems sowie des S/4HANA-Zielsystems nachgebildet und Überleitungsformeln zwischen den beiden Umgebungen formuliert. Auf Knopfdruck konnten dann alte auf neue Werte in InfoZoom übertragen werden. Björn Bürger benennt dabei die visuelle Darstellungsweise von InfoZoom als klaren Vorteil:

„Mit InfoZoom können wir die Echtdaten in den Strukturen des Altsystems und des Neusystems direkt sehen und beurteilen, ohne im Produktivsystem zu arbeiten.“

Mithilfe der leistungsstarken Analysefunktion von InfoZoom wurde das jeweilige Datenpaket sowohl vor als auch nach der simulierten Migration geprüft und plausibilisiert. Fehler und Lücken in den Wertelisten sind dabei sofort sichtbar und werden auch im InfoZoom Reporting übersichtlich zusammengefasst. Die Korrekturen haben die Datenteams zum Teil direkt in InfoZoom vorgenommen, oder Reports zur Bearbeitung für die Fachbereiche bzw. die Gesellschaften generiert.

Hohe Datenqualität

Wesentlicher Teil des Projekterfolgs war auch die außergewöhnlich hohe Qualität des Datenpakets, den Westnetz für die Migration bereitstellte. Für den erfahrenen InfoZoom-Experten Björn Bürger war das Ziel „O Fehler in der Sparte Gas“ zu liefern Ehrensache. Im Gesamtergebnis über alle Sparten waren nur sehr wenige Fehler vorhanden. Björn Bürger bringt das hervorragende Projektergebnis mit dem Fazit „Sauber abgeliefert“ auf den Punkt.

Reduzierte Projektrisiken

Die effiziente Vorbereitung mit qualitativ hochwertigem Ergebnis haben Zeit und Kosten gespart und die Projektrisiken erheblich reduziert. Schwer planbare Nachbearbeitungszyklen und Ressourceneinsätze wurden dadurch vermieden. Auch die genaue Datenarbeit ohne jegliche Belastung für die Produktivsysteme sorgte für eine hohe Projektsicherheit.

Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor waren auch die standardisierten, reduzierbaren Arbeitsvorgänge in InfoZoom. Bei einer geplanten Projektlaufzeit von zwei Jahren hatten die Projektverantwortlichen mögliche Ausfälle der beteiligten Datenexperten als hohes Risiko vor Augen. Diese Risiken wurden durch die wiederverwendbaren Templates, die internen Reporting-Komponenten und die hinterlegten Formeln in InfoZoom eingedämmt. Mit der kurzen Einarbeitungszeit von drei Stunden hätten auch Vertreter die Aufgaben der Stakeholder jederzeit übernehmen können. Das gab den Projektverantwortlichen die Sicherheit, dass die umfangreiche Datenarbeit auch bei Krankheitsfällen termingerecht abgeschlossen wird.

Von Seiten des zentralen E.ON-Teams gab es gutes Feedback auf die Datenlieferung. Das SAP-System der Westnetz konnte pünktlich und reibungslos in die S4/HANA-Umgebung migriert werden

Reviews

Was ist InfoZoom

In-Memory-Werkzeug für mengenorientierte (ad-hoc) Analyse und Erkennung von Mustern sowie Auffälligkeiten in den Daten (Datenprofiling), die als Desktop- und Server-Variante verfügbar ist. OEM List & Label für Reporting-Anforderungen ergänzend erhältlich.

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