Entscheidungsbedarf im SAP Data & Analytics Produktportfolio

Am 13.-15.9.22 trafen sich 150 Data & Analytics Verantwortliche und Umsetzer auf der BARC Konferenz „The Future of SAP Data & Analytics“. Ein wesentliches Diskussionsthema war der in vielen Unternehmen relevante Entscheidungsbedarf im Technologieportfolio der SAP. Hier haben sich in den vergangenen Jahren viele Veränderungen, u. a. durch die Cloud-Strategie der SAP ergeben.

Data Warehousing mit SAP

Die wesentlichen Data-Warehousing-Optionen im SAP-Portfolio sind

  • HANA native (mit Tuning und Persistenz-Entscheidungen zur Sicherstellung der Performance),
  • BW (aber welche Version – 7.5, BW on HANA, BW4/HANA oder Embedded BW in S/4HANA?),
  • das strategische Werkzeug Data Warehouse Cloud (DWC), das allerdings noch in einer frühen Phase der Entwicklung ist
  • Mischformen (bspw. aus BW und DWC mit BWBridge).


Letztlich ist auch die Befüllung einer anderen Data Warehouse oder Lakehouse Plattform eine valide Option, z. B. von den Hyperscalern oder Spezialisten wie Snowflake, Databricks, Exasol und vielen anderen unter Einsatz von Datenextraktions-, Datenintegrations- und Data-Warehouse-Automation-Werkzeugen z. B. von Theobald Software, FiveTran, RapidViews, SnapLogic, TimeXtender und vielen anderen mehr.

Business-Intelligence Frontends:

Die Optionen für Business-Intelligence Frontends sind:

  • Business Objects (neues Statement of Direction der SAP hat die Wartung verlängert, während andere „Alt-Werkzeuge“ wie WAD, BEx Analyzer etc.  mit BW/4 oder neueren Excel-Versionen nicht mehr nutzbar sind).
  • das strategische Werkzeug SAP Analytics Cloud (SAC)
  • Nutzung von non-SAP Werkzeugen (was im Zusammenspiel mit HANA einfacher funktioniert als bei BW).


Realität in vielen Unternehmen ist die Koexistenz aus SAP- und non-SAP BI-Werkzeugen wie Microsoft PowerBI, Salesforce Tableau, Qlik oder auch kleineren Anbietern wie Bissantz, Domo, Pyramid Analytics und anderen. Hier stellt sich die organisatorische und technische Frage wie eine Abgrenzung und ggf. eine gemeinsame semantische Ebene gefunden wird. Für Self-Service Szenarien und eine interoperable semantische Ebene kann DWC eine neue Option sein.

Advanced Analytics/KI: Die wesentlichen Optionen sind HANA, Data Intelligence (was in DWC aufgeht), SAC (für Fachanwender) oder non-SAP Plattformen, Sprachen und Werkzeuge.

Planning, Budgeting, Forecasting: BW IP, BPC, das strategische Werkzeug SAC oder non-SAP wie Board, Jedox und viele weitere.

Konzernkonsolidierung: SEM BCS, BPC, das neue strategische Werkzeuge S4/HANA for Group Reporting oder non-SAP.

In Anbetracht der zahlreichen Optionen und der weitreichenden Konsequenzen jeder Entscheidung hinsichtlich Kosten, Anwenderzufriedenheit und Möglichkeiten einer besseren Nutzung von Data & Analytics ist das Thema Technologie- und Produktstrategie für Data & Analytics in Unternehmen mit SAP-Daten keine Kleinigkeit, die nebenbei entschieden werden kann.

Die Schaffung von Klarheit über Status Quo und Weiterentwicklung des SAP-Portfolios und ein Einblick in die verschiedenen Optionen von SAP und anderen Anbietern wurde auf der BARC-Konferenz auf jeden Fall positiv aufgenommen.

In einem Markt voller Marketing-Lärm hilft die wirklich unabhängige Einschätzung eines Analystenhauses wie BARC hier weiter. Als nächstes steht die BARC Online Konferenz „Digital Finance & Controlling 2022“ auf dem Programm (hier kostenfrei registrieren). Interessierte können auch hier von dem unabhängigen Fachwissen der BARC-Analysten profitieren und viele wertvolle Erkenntnisse für Ihre Software-Strategie gewinnen.

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