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Simulationen sind die Basis für die fundierte Analyse und Bewertung von Handlungsalternativen

Studie Fundierte Entscheidungen in dynamischen Zeiten: Kapitel 4
Was-wäre-wenn- und Parametersimulationen werden am häufigsten genutzt Im Rahmen von Simulationen analysieren und vergleichen Unternehmen unterschiedliche Szenarien, um sowohl mögliche zukünftige Entwicklungen als auch externe Effekte fundiert bewerten zu können. Darüber lassen sich wichtige Informationen für die Unternehmenssteuerung als Basis für Entscheidungen gewinnen. Szenarien – positiv wie negativ – müssen mit Risikoeinschätzungen und Maßnahmen angereichert werden, um Wahrscheinlichkeiten und mögliche Handlungsalternativen zu bewerten. Die Simulation von Szenarien ist ein entscheidender Faktor im Wettbewerb, um sich bestmöglich auf zukünftige Entwicklungen vorzubereiten sowie Chancen und Risiken zu identifizieren. Welche Methoden für Simulationen und Szenarioanalysen nutzen Sie? (n=235) Die Studienergebnisse zeigen, dass Simulationen nur von knapp der Hälfte der befragten Unternehmen regelmäßig als Entscheidungsgrundlage genutzt werden. Was-wäre-wenn-Simulationen sind dabei die meistgenutzte Variante mit 58 Prozent der Nennungen. Insbesondere bei Vorreitern sind sie mit 65 Prozent und deutlichem Abstand die am häufigsten verwendete Methode. Parametersimulationen, bei denen mittels veränderten Eingangswerten wie bspw. Preisen und Mengen Effekte auf Ergebnisgrößen analysiert werden, sind bei 55 Prozent der befragten Unternehmen im Einsatz. Nachzügler nutzen diese Methode verstärkt (68 Prozent), während sie alle anderen Methoden generell deutlich seltener einsetzen als Vorreiter. Welche Methoden für Simulationen und Szenarioanalysen nutzen Sie? (n=59), nach Best-in-Class Um die Auswirkungen der Veränderung einzelner Einflussfaktoren oder Maßnahmen in Simulationen und Szenario-Betrachtungen transparent aufzuzeigen, eignen sich insbesondere treiberbasierte Simulationsmodelle. Diese werden aber noch vergleichsweise selten eingesetzt (31 Prozent), was unter anderem daran liegen kann, dass nicht alle Planungsmodelle treiberbasiert aufgebaut sind. Die Simulation von Szenarien ist für Vorreiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor Simulationen, unterstützt durch elaborierte prädiktive Algorithmen, werden von Nachzüglern heute sehr selten genutzt (9 Prozent). Gerade in diesem Bereich erwartet BARC zukünftig die größte Steigerung, da Unternehmen, die Simulationen heute noch nicht intensiv nutzen, sehr häufig prädiktive Modelle einsetzen wollen (38 Prozent). Allgemein lässt sich feststellen, dass die Nutzung fortgeschrittener Simulationsansätze aktuell sehr gering ist (bspw. Monte-Carlo-Simulationen, 11 Prozent). Das reduziert in vielen Fällen die Qualität der Ergebnisse, steigert aber die Robustheit von Simulationen. Der Vorteil der häufiger genutzten Methoden ist deren breite Einsetzbarkeit und schnelle Anpassungsmöglichkeit aufgrund ihrer Einfachheit. Aufwändigere Methoden sind in der Regel nur durch ausgebildete Experten anpassbar, zudem lassen sich auch die Ergebnisse nicht immer ohne entsprechendes Fachwissen nachvollziehen. Anspruchsvolle Simulationen und Szenarioanalysen erfordern umfassende Softwareunterstützung Anspruchsvolle Simulationen und Szenarioanalysen müssen von modernen Softwarewerkzeugen unterstützt werden, die ein effizientes Management der benötigten Modelle und Daten erlauben, flexibel anzupassen sind sowie fundierte Unterstützungsfunktionen bieten. Nur darüber können Simulationen performant gerechnet („on-the-fly“) und schnell bis ins Detail analysiert werden. Welche Werkzeuge nutzen Sie für die Durchführung von Simulationen und Szenarioanalysen? (n=235) Aktuell gewichten viele Organisationen die Flexibilität zur Erstellung von Simulationen und deren schnelle Anpassung höher als professionelle unterstützende Softwarefunktionen. Dies dürfte einer der wesentlichen Gründe für den hohen Anteil an Nutzern von Tabellenkalkulationen wie Excel sein (67 Prozent). Ein zweiter Grund könnte sein, dass die eingesetzten Werkzeuge und Modelle den hohen Anforderungen an die flexible Erstellung von Simulationen und Szenarien nicht gerecht werden. Professionelle Planungswerkzeuge (ebenfalls von 67 Prozent genutzt) bieten umfassende Softwarefunktionen, Modelle sind aber häufig komplizierter anzupassen als in Excel. Dies liegt unter anderem an ihren größten Vorteilen gegenüber Tabellenkalkulationen: Der konsistenten Datenhaltung mit einheitlichen Stammdaten und Berechnungen, der zentralen Modellierung sowie der Datenintegration aus Quellsystemen. Darüber hinaus bieten sie auch fortgeschrittene Funktionen wie bspw. die Berechnung von Simulationen mit prädiktiven Algorithmen und eine detaillierte Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse. Die Vorzüge professioneller Lösungen für Simulationen werden vor allem von großen Unternehmen geschätzt, die in 80 Prozent der Fälle professionelle Planungswerkzeuge für Simulationen nutzen. Welche Werkzeuge nutzen Sie für die Durchführung von Simulationen und Szenarioanalysen? (n=59), nach Best-in-Class Performante und effiziente Simulationen und Szenarioanalysen funktionieren nur mit professioneller Softwareunterstützung Bei Vorreitern wird professionelle Software (76 Prozent) deutlich häufiger genutzt als Tabellenkalkulationen (59 Prozent). Letztere sind bei Nachzüglern wiederum mit 86 Prozent die klare Nummer 1. Die Werkzeugnutzung unterscheidet sich zwischen diesen beiden Gruppen deutlich. Dennoch sind es hinsichtlich der geplanten Investitionen (siehe Kapitel 02) vor allem die Vorreiter, die ihre Software häufiger modernisieren wollen. Das untermauert, dass Planung, Forecasting und Simulationen bei Vorreitern einen hohen Stellenwert genießen und deren Softwareunterstützung ständig hinterfragt sowie modernisiert wird. Softwarewerkzeuge müssen einfach und fachanwenderfreundlich nutzbar sowie die Modelle auf die Anforderungen der Simulationen hin ausgerichtet sein. Der bloße Einsatz von professioneller Software ist also nicht die halbe Miete, sondern eher der erste Schritt auf dem richtigen Weg. Neben unterstützenden Softwarefunktionen spielt vor allem das Simulationsmodell eine entscheidende Rolle. Aussagekräftige Simulationen brauchen integrierte Modelle und eine fundierte Datenbasis Dass Simulationen bei dem großen Mehrwert, den sie für wichtige Entscheidungen bieten, für viele Unternehmen noch nicht zum Standardrepertoire gehören, liegt nicht zuletzt an den signifikanten Herausforderungen. Der hohe Aufwand für die Erstellung und Analyse von Szenarien sowie für die Pflege der erforderlichen Simulationsmodelle stellt 55 Prozent der Unternehmen vor Probleme, bei den Nachzüglern sind es gar 73 Prozent. Die Höhe des erforderlichen Aufwands wird dabei durch viele Parameter bestimmt und muss dementsprechend aus verschiedenen Blickrichtungen adressiert werden. Was sind Ihre größten Herausforderungen im Bereich Simulation und Szenarioanalysen? (n=234) Verfügen Unternehmen nicht über eine ausreichende Softwareunterstützung (34 Prozent), so müssen viele Tätigkeiten manuell durchgeführt werden. Nachzügler haben hier mit 45 Prozent im Vergleich zu Vorreitern mit 24 Prozent einen deutlich höheren Leidensdruck. Ähnlich verhält es sich mit fehlenden integrierten Modellen des Unternehmens (34 Prozent), was zeigt, dass es professionelle Software braucht, um aussagekräftige und umfassende Planungs- und Simulationsmodelle erstellen zu können. Fehlen diese Modelle, so müssen bspw. bei übergreifenden Simulationen Ergebnisse zwischen einzelnen Teilplänen manuell übertragen werden – eine häufig mühsame, zeitintensive vor allem aber auch fehleranfällige Aufgabe. Was sind Ihre größten Herausforderungen im Bereich Simulation und Szenarioanalysen? (n=59), nach Best-in-Class In vielen Unternehmen fehlt die entsprechende Datenbasis für umfassende Simulationen (45 Prozent). Fehlende oder nicht valide Daten reduzieren die Aussagekraft von Simulationen deutlich. Dort wo relevante Daten zwar vorhanden, aber nicht für Simulationen nutzbar sind, müssen diese erst mit hohem Aufwand zusammengeführt und aufbereitet werden. Abschließend mangelt es in vielen Unternehmen an fehlenden Ressourcen und der entsprechenden Methodenkompetenz (42 Prozent). Insbesondere bei Unternehmen, die heute noch keine Simulationen einsetzen, wird dieser Punkt als größte Hürde genannt, um überhaupt den Einstieg zu schaffen. Da Simulationen in volatilen Märkten jedoch eine wichtige Methode sind, um mit der zunehmenden Dynamik schrittzuhalten, sind gerade diese Unternehmen gefordert zu investieren und Ressourcen bereitzustellen, um nicht mittelfristig im Wettbewerb abgehängt zu werden. Simulationen und Szenarioanalysen sind ein wichtiger Investitionsbereich für Unternehmen Trotz aller vorhandenen Hürden und Herausforderungen spüren viele Unternehmen den Druck der zunehmenden Dynamik und wollen dementsprechend Szenarioanalysen und Simulationen intensiver nutzen. Bei immerhin 24 Prozent der befragten Unternehmen läuft der weitere Ausbau bereits. Dabei ist der Anteil an großen Unternehmen mit 30 Prozent deutlich höher, was durchaus an den längeren Umsetzungszeiten im Vergleich zu kleineren Unternehmen liegen kann. Nur 8 Prozent haben die Nutzung von Simulationen bereits ausgebaut und planen aktuell keine weiteren Investitionen. Planen Sie die Nutzung von Simulationen und Szenarioanalysen in Ihrem Unternehmen zukünftig weiter auszubauen? (n=218) 64 Prozent – und damit der Großteil der befragten Unternehmen – planen den vertieften Einsatz von Simulationen in der Zukunft. Damit sind Simulationen und Szenarioanalysen eindeutig einer der wichtigsten Investitionsbereiche zur Verbesserung der Unternehmensplanung und -steuerung in den kommenden Jahren. In welchen Bereichen nutzen Sie Simulationen und Szenarioanalysen? (n=59), nach Best-in-Class Zwei Drittel der Unternehmen planen, die Nutzung von Simulationen und Szenarioanalysen weiter auszubauen Die Nutzung von Simulationen konzentriert sich heute stark auf die Finanzplanung, was wenig verwundert, da diese in vielen Unternehmen deren Planungen dominiert. 59 Prozent der befragten Unternehmen unterstützen ihre Bilanz-, GuV- und Cashflow-Planungen durch die eingehende Analyse verschiedener Szenarien. In den Bereichen operative Planung (51 Prozent) und strategische Planung (42 Prozent) ist der Nutzungsgrad aktuell geringer und damit Potenzial vorhanden für den weiteren Ausbau. Gerade in der strategischen Planung können ausgefeilte Simulationen einen großen Wertbeitrag leisten. Aufgrund der vielfältigen Abhängigkeiten und des betrachteten, langen Zeitraums, ist eine fundierte Unterstützung in diesem Bereich allerdings besonders schwer zu realisieren. In welchen Bereichen nutzen Sie Simulationen und Szenarioanalysen? (n=234) Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Dynamik von Markt und Wettbewerb massiv gestiegen ist und sicherlich auch zukünftig weiter steigen wird. Simulationen und Szenarioanalysen werden somit immer wichtiger für eine ganzheitliche Unternehmenssteuerung.

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Robert Tischler
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