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Moderne Planungssoftware für bessere Integration und stärkere Automatisierung

Studie Die Zukunft der Planung: Kapitel 4
Die Detaillierung der Maßnahmen in die drei Bereiche Technologie, Methodik und Organisation fördert interessante Erkenntnisse zutage. Auch die Unterscheidung zwischen Maßnahmen, in die bereits investiert wurde und in die zukünftig investiert werden soll, offenbart bemerkenswerte Erkenntnisse. Unternehmen haben die technische Integration und Automatisierung der Datenbewirtschaftung verbessert In welche technologischen Maßnahmen und Ansätze haben Sie investiert? (n=180) Technologische Maßnahmen wirken immer auf mehreren Ebenen, sie ermöglichen z.B. moderne Planungsansätze und steigern die Effizienz. Anschaulich erläutern lässt sich dieser Zusammenhang an der Verbesserung der technischen Integration. Die Integration der Planung (bspw. operative Teilpläne mit der Finanzplanung) ist zuallererst eine fachliche Anforderung. Die Verknüpfung der einzelnen Teilpläne bis hin zum Finanzergebnis muss sich dabei betriebswirtschaftlich korrekt in der Software abbilden lassen, um die Datenflüsse zu automatisieren. Die Technologie unterstützt somit die Implementierung der fachlichen Anforderungen an Planung und Forecasting. Viele Unternehmen haben bereits in eine bessere Datenbewirtschaftung investiert und damit auf die Herausforderungen, verursacht durch heterogene Quellsysteme, reagiert. Ziel ist die Automatisierung, um Fachanwender:innen von zeitfressenden Routineaufgaben zu entlasten und somit mehr relevante Daten nutzen zu können. Eine umfassende Automatisierung benötigt dabei eine fundierte technische Basis. Vor allem die Quellsysteme (bspw. ERP) müssen gut angebunden sein, um Effizienz zu garantieren. Die Einführung neuer sowie die umfassendere Nutzung existierender Software ist der dritte große Bereich, in den Unternehmen investiert haben. Dies zeigt einmal mehr, dass Organisationen in der passenden Softwareunterstützung einen wesentlichen Hebel zur Verbesserung von Planung und Forecasting sehen. BARC beobachtet hierbei aktuell vor allem zwei Dinge: Einerseits einen beschleunigten Wechsel weg von Excel hin zu professionellen Lösungen, andererseits das Ersetzen von Software, die nicht mehr optimal zu den veränderten Anforderungen passt. Besseres Datenmanagement, umfassendere Nutzung und Einführung neuer Software sowie bessere Integration sind bei den getätigten, wie auch den geplanten Investitionen die häufigsten Nennungen. Es lohnt sich, daher auch einen Blick auf die Unterschiede zu werfen. Zukünftige Investitionen stärken die Automatisierung von Forecasts und integrierte Planungslösungen In welche technologischen Maßnahmen und Ansätze werden Sie zukünftig investieren? (n=211) Hier zeigt sich, dass sowohl die stärkere Automatisierung von Prognosen als auch die Abdeckung des gesamten Planungsprozesses in einheitlicher Software zukünftig wichtiger werden. Die stärkere Automatisierung von Prognosen verfolgen vor allem die Vorreiter. Sie ist notwendig, um Forecasts schnell und effizient aktualisieren zu können. Die intensivere Nutzung von prädiktiven Algorithmen, statistischen Methoden und Machine Learning im Rahmen von Planung und Forecasting ist ein wichtiges Ziel dieser Organisationen. Sie setzt aber eine qualitativ hochwertige Datenbasis sowie fortgeschrittene Integration von Planung und Analytics voraus. Nachzügler können diese Voraussetzungen in der Regel nicht vorweisen. Sie planen daher oftmals andere Maßnahmen.Die Abdeckung des gesamten Planungsprozesses mit allen Teilplänen in einer einheitlichen Software ist die Basis einer modernen Unternehmensplanung und damit eine wichtige Investition. Einheitliche Lösungen bieten die Chance, Datentransfers zwischen unterschiedlichen Werkzeugen sowie Datensilos zu vermeiden. Darüber hinaus erlaubt die Integration aller Teilpläne bis hin zum Finanzergebnis treiberbasierte Simulationen über das gesamte Planungsmodell. Interessant ist, dass die Nutzung von Lösungen in der Cloud (SaaS) einen bescheidenen Stellenwert hat. Das bestätigt die Erkenntnis aus vergangenen BARC-Studien. Die Cloud ist eine interessante Option für die Neuimplementierung, die Motivation, bestehende und funktionierende Lösungen zu migrieren, jedoch meist gering. Analyst Point of View: Die Zukunft der Unternehmensplanung ist Predictive Planning and Forecasting Die Nutzung prädiktiver Technologien und Algorithmen sowie von statistischen Methoden und Machine Learning für die Unternehmensplanung gewinnt in vielen Organisationen an Bedeutung. Insbesondere bei Vorreitern, die einen hohen Reifegrad im Bereich Planung haben und über die notwendig umfassende und akkurate Datenbasis verfügen, ist Predictive Planning and Forecasting heute bereits Realität. Predictive Planning and Forecasting hat großes Potenzial, die Unternehmensplanung auf die nächste Stufe zu heben! Das wichtigste Ziel von Predictive Planning and Forecasting ist es, aussagekräftige und qualitativ hochwertige Prognosen mit geringem Aufwand zu erzeugen. Fundierte Vorhersagen auf Basis relevanter Zeitreihen helfen, Planende von Routineaufgaben zu entlasten und die Erstellung von Forecasts deutlich zu beschleunigen. In aktuellen BARC-Studien schätzen neun von zehn Unternehmen Predictive Planning and Forecasting als wichtig für die Zukunft ihrer Planung ein. Sie erwarten sich relevante Erkenntnisse für die Unternehmenssteuerung aus automatisierten Hochrechnungen und Simulationen. Einsatzszenarien für Predictive Planning and Forecasting Die steigende Dynamik von Markt und Wettbewerb zwingt Unternehmen, schnell aussagekräftige Forecasts zu erstellen, hohe Aufwände dafür kann sich heute niemand mehr leisten. Predictive Planning and Forecasting automatisiert nicht nur das Erstellen von Forecasts, sondern generiert Vorschlagswerte für Planer:innen, unterstützt fundierte Simulationen, analysiert Korrelationen zum Aufbau von Treibermodellen oder validiert eingegebene Plandaten. Predictive Planning and Forecasting entfaltet unter den entsprechenden Rahmenbedingungen großen Nutzen und hat bereits bei vielen innovativen Unternehmen die Planung verändert. Die Erwartungen an Predictive Planning and Forecasting sind hoch. Gleichzeitig sieht BARC einen hohen Informationsbedarf bei diesem Thema, denn für den gewinnbringenden Einsatz gilt es, die Möglichkeiten und Grenzen des Ansatzes realistisch einzuschätzen. Der Einsatz erfordert eine Reihe wichtiger Voraussetzungen. Dazu zählen insbesondere eine entsprechende Datenbasis, aus der Zusammenhänge erlernt werden können, sowie eine fundierte Technologie- und Softwareunterstützung. Eine gute Verknüpfung der Planung mit Analytics und Business Intelligence ist eine weitere wichtige Vorbedingung. Anforderungen an den erfolgreichen Einsatz von Predictive Planning and Forecasting Viele Organisationen haben diese Anforderungen zweifelsfrei erkannt, wie die Studienergebnisse zeigen. Sie wollen in die erforderliche Datenbasis aus internen und externen Daten investieren, den Technologie- und Softwareeinsatz verbessern sowie die Integration von Planung und Analytics optimieren. Besonderes Augenmerk muss jedoch auch auf die grundsätzliche Vorhersagbarkeit eines Sachverhalts gelegt werden, denn ausreichend komplexe Zusammenhänge lassen sich nicht zuverlässig prognostizieren. Die großen Herausforderungen für den intensiveren Einsatz liegen heute vor allem beim Know-how sowie dem Vertrauen in automatisierte Prognosen. Die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse ist ein Schlüsselfaktor für die Akzeptanz und Nutzung. Intransparente Modelle („Black Box“) verursachen Misstrauen und führen dazu, dass Empfehlungen angezweifelt werden. Bei Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen herrscht hier besonders große Sensibilität. Das Vertrauen in die Ergebnisse von Predictive Planning and Forecasting wird ein Schlüsselfaktor für den zukünftigen Einsatz in Unternehmen sein. Die Relevanz und das Potenzial des Ansatzes stehen heute in starkem Widerspruch zur noch geringen Nutzung in der Praxis, denn zwei Drittel der Unternehmen beginnen heute erst, sich eingehend mit Predictive Planning and Forecasting zu befassen.

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Robert Tischler
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